Strahlenschutz
Die Sondereinheit Strahlenschutz setzt sich aktuell aus 19 Kameraden der Feuerwehr Villingen-Schwenningen und der Feuerwehr Niedereschach-Fischbach zusammen. Sie steht unter der Leitung von Einheitsführer Lars Beier und seinem Stellvertreter Matthias Kunle. Alle Kameraden kommen aus den Einsatzabteilungen der Feuerwehren im Schwarzwald-Baar-Kreis.
Als Bestandteil des Gefahrengutzuges Schwarzwald-Baar-Kreis, gemeinsam mit den Feuerwehren Donaueschingen (Gefahrgut) und Blumberg (Dekontamination) werden sie im gesamten Schwarzwald-Baar-Kreis eingesetzt.
Neben dem deutlich abnehmenden Einsatz in kerntechnischen Anlagen werden heutzutage etwa 100.000 radioaktive Strahlenquellen (Strahler) in Industrie und Gewerbe, Medizin, Forschung und in der Landwirtschaft angewendet und Transportiert.
(Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz)
Einheitsführung des Strahlenschutz

Einheitsführer Lars Beier (links) und
stellv. Einheitsführer Matthias Kunle (rechts)
Einsatzkräfte
Aktuell sind 19 Einsatzkräfte, in der Sondereinheit aktiv.
Diese kommen aus den Feuerwehrabteilungen der Stadt Villingen-Schwenningen
- Abt. VS-Villingen
- Abt. VS-Pfaffenweiler
- Abt. VS-Rietheim
- Abt. VS-Schwenningen
- Feuerwehr Niedereschach-Fischbach
Zusätzlich zum normalen Übungsdienst, nehmen die Einsatzkräfte aus unserer Facheinheit, an 18 zusätzlichen Ausbildungs- und Übungsdiensten aus den Spezialbereichen Strahlenschutz und Gefahrgut teil.
Fahrzeuge
Der Strahlenschutz als Einheit des Gefahrgutzuges Schwarzwald-Baar-Kreis

Der Strahlenschutzzug der Feuerwehr Villingen-Schwenningen, Abteilung VS-Villingen, ist eine von drei Facheinheiten des Gefahrgutzuges im Schwarzwald-Baar-Kreis. Gemeinsam mit den Einheiten Gefahrgut aus Donaueschingen und Dekontamination aus Blumberg bildet er eine leistungsfähige Einsatzkomponente zur Bewältigung komplexer Gefahrgut- und CBRN*-Lagen.
Gefahrguteinsätze stellen die Feuerwehren regelmäßig vor besondere Herausforderungen. Ob austretende Chemikalien, unbekannte Stoffe oder radioaktive Materialien: Der Schutz von Bevölkerung, Einsatzkräften und Umwelt hat dabei höchste Priorität. Speziell ausgebildete Feuerwehrangehörige kommen mit moderner Messtechnik und Schutzausrüstung zum Einsatz, um Gefahren schnell zu erkennen, zu bewerten und wirksame Schutzmaßnahmen einzuleiten.
An unserem Standort ist zusätzlich der CBRN-Erkunder des Bundes stationiert. Das Fahrzeug dient der Messung, Erkundung und Dokumentation von Gefahrenlagen im Zusammenhang mit chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Stoffen. Die Angehörigen des Strahlenschutzzuges qualifizieren sich daher zusätzlich für umfangreiche Mess- und Erkundungsaufgaben. Aufgrund der engen fachlichen Verbindung zwischen Strahlenschutz und CBRN-Erkundung ergänzen sich beide Aufgabenbereiche ideal. Die Einsatzkräfte befassen sich in beiden Bereichen intensiv mit der Messung, Erkundung und Bewertung von Gefahrenlagen. Die im Strahlenschutz erworbenen Fähigkeiten bilden deshalb eine hervorragende Grundlage für die Aufgaben des CBRN-Erkunders.
*Chemischen, Biologischen, Radiologischen und Nuklearen
Historie
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1957 Von 1957-2004 wurden 110 kerntechnische Anlagen zur Energiegewinnung und Forschung in Betrieb genommen.
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Ende 70er Ende der 70er Jahre wurde das Thema Strahlen- und Katastrophenschutz in der Feuerwehr Villingen aufgegriffen. In dieser Zeit wurden die ersten Messgeräte und Ausrüstungsgegenstände angeschafft.
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1986 Der Super-GAU (Größter Anzunehmender Unfall) von Tschernobyl am 26.04.1986 führte zur Gründung des Strahlenschutzzuges in Villingen.
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1993 Auflösung des ABC-Zuges vom Katastrophenschutz.
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1994 Gründung des Gefahrgutzug Schwarzwald-Baar-Kreis mit den drei Einheiten Gefahrgut (Feuerwehr Donaueschingen), Strahlenschutz (Feuerwehr Villingen-Schwenningen) und Dekontamination (Feuerwehr Blumberg).

