Feuerwehr VS

Freiwillige Feuerwehr VS führt Atemschutzübung durch

Extremer Hitze, dunklem Rauch und Feuer mussten sich kürzlich 14 Mitgliederinnen und Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Villingen-Schwenningen stellen. Dies lief im Rahmen der Heißausbildung in der Atemschutzübungsanlage der Feuerwehr in Altensteig (Calw) ab. Die Anlage stellt durch eine holzbefeuerte Containeranlage die Extrembedingungen nach, die bei einem Feuerwehreinsatz entstehen können. Hierdurch können verschiedene Einsatzszenarien geübt werden. Für einige der Atemschutzgeräteträger, die ihre Ausbildung erst dieses bzw. letztes Jahr absolviert hatten, war dies der erste Kontakt mit Feuer, Hitze und Brandrauch unter Nullsicht in einem geschlossenen Raum.

Nach einer intensiven Einweisung und Sicherheitsbelehrung im Feuerwehrhaus in Altensteig ging es zur Brandübungsanlage. Dort begann die Fortbildung mit einer einfachen Hitzegewöhnung, wobei sich der Begriff Hitzegewöhnung bereits auf mehrere hundert Grad Celsius bezieht und einem nur noch die persönliche Schutzausrüstung vor Verbrennungen schützt. Unter fachkundiger und professioneller Anleitung der Ausbilder aus Altensteig wurden die 14 Feuerwehrangehörigen langsam an diese extreme körperliche Belastung herangeführt, um in realen Einsatzsituationen darauf vorbereitet zu sein. Im Anschluss folgten zahlreiche Einsatzübung unter Realbedingungen.

Bei einer Übungs-Nachbesprechung gab es viel Lob für den guten Ausbildungsstand und die hohe Motivation der Atemschutzgeräteträger. "Diese Art der Fortbildung trägt einen wesentlichen Teil dazu bei, die zum Teil lebensgefährliche Arbeit eines Atemschutzgeräteträgers ein Stück weit sicherer zu machen. Ich bin froh über die hohe Leistungsfähigkeit, die bei der Übung bewiesen wurde", erzählt Feuerwehrkommandant Markus Megerle, der die Fortbildung organisiert hatte und mit vor Ort war.


Informationen zu Atemschutzgeräteträger:

Nach absolvierter Grundausbildung von 80 Stunden werden die Feuerwehrangehörige nach vorheriger medizinischer Untersuchung und Belastungstests zum Atemschutzgeräteträger-Lehrgang angemeldet. Der 25-stündige Lehrgang endet mit einer theoretischen und praktischen Prüfung. Anschließend stehen zur Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit jährlich mindestens eine Einsatzübung, eine theoretische Fortbildung und eine Belastungsübung in einer anerkannten Atemschutzübungsanlage an. Alle drei Jahre muss der Atemschutzgeräteträger zum medizinischen Check. Zusätzlich kommen noch zahlreiche Übungen innerhalb der Einsatzabteilung hinzu. Derzeit verfügt die Feuerwehr Villingen-Schwenningen über 200 einsatzbereite Atemschutzgeräteträger.

Amt für Feuerwehr, Brand- und Zivilschutz

Die Feuerwehr Villingen-Schwenningen hat 442 Feuerwehrangehörige und zehn verschiedene Abteilungen. Dazu besitzt sie acht Jugendfeuerwehren mit insgesamt 112 Mitgliedern. Markus Megerle leitet als Feuerwehrkommandant und Amtsleiter das Amt für Feuerwehr, Brand- und Zivilschutz. Er wird im Bereich der Freiwilligen Feuerwehr von seinen ehrenamtlich stellvertretenden Kommandanten Ralf Hofmann, Andreas Ermel und David Lienhard vertreten. Für das Amt für Feuerwehr, Brand- und Zivilschutz wird er vom stellvertretenden Amtsleiter Michael Reimer vertreten.

Das Amt für Feuerwehr, Brand- und Zivilschutz ist seit 2019 ein selbständiges Amt innerhalb der Stadtverwaltung Villingen-Schwenningen. Aktuell sind hier 15 Personen angestellt. Im Feuerwehrhaus Schwenningen befinden sich die zentralen Werkstätte, darunter die zentrale KFZ-Instandsetzung, die Atemschutzwerkstatt sowie die Schlauchwerkstatt. Im Feuerwehrhaus Villingen befindet sich das Feuerwehrmuseum (nicht zugänglich für außenstehende Personen) und das Führungs- und Lagezentrum.

Jahresstatistik 2020

Unsere tapferen Feuerwehrmänner und -frauen konnten bei den insgesamt 583 Einsätzen glücklicherweise viele Menschen retten. In den 259 Einsätzen im Bereich der technischen Hilfeleistung konnten 85 Personen, hauptsächlich durch Notfalltüröffnungen, gerettet werden. Bei 106 Bränden, darunter 4 Großbrände, konnten 13 Menschen aus den brennenden Gebäuden befreit werden. Bedauerlicherweise wurden 10 Personen tot geborgen. Des Weiteren unterstützte die Feuerwehr Villingen-Schwenningen 19 mal bei einer Überlandhilfe. Die Einsatzkräfte selbst wurden zum Glück bei keiner Übung, Ausbildung oder im Einsatz ernsthaft verletzt.

Amtsleitung

Stellvertretende Kommandanten

Werkstätte

Schlauchturm

Führungs- und Lagezentrum / Feuerwehrmuseum

Fahrzeuge