Ausbildungskooperation Feuerwehr und Ortsverein DRK VS Schwenningen

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Um Patienten auch medizinisch versorgen zu können, wurden im Rahmen einer Kooperation zwischen dem DRK-Ortsverein Schwenningen und der Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Villingen-Schwenningen zwölf Höhenretter zu Sanitätern (SAN A und SAN B) ausgebildet.

Nach anfänglicher Skepsis hinsichtlich der Realisierbarkeit begann im November 2008 der insgesamt zehn Abende umfassende Lehrgang. Dr. Sabine Merz, Katharina Burger, Heiko Knickrehm, Peter Kienzler und Jens Schwarzwälder vermittelten an diesen Abendendie theoretischen Grundlagen, die anhand von unterschiedlichenFallbeispielen vertieft wurden. Hierbei wurde insbesondere die Schnittstelle Erstversorgung - Rettungsdienst thematisiert, so dass jedes Fallbeispiel mit der Übergabe des Patienten an den Rettungsdienst abgeschlossen wurde. Ein weiterer Schwerpunkt war die Assistenz bei erweiterten Maßnahmen: in Situationen, in denen die EinsatzsteIle nicht zugänglich ist und Rettungsdienstmitarbeiter nur durch die Höhenretter an die Einsatzstelle gebracht werden können, trägt eine gute und vor allem sichere Zusammenarbeit ganz entscheidend zu einer optimalen Patientenversorgung und zügigen Rettung bei.

Durch die Unterstützung der DRK-Rettungsdienst Schwarzwald-Baar GmbH - insbesondere durch RWL Gotthilf Wolf und RDL Thomas Behringer - konnte sowohl für einen Übungsabend als auch für den Lehrgangsabschluss ein HTW zur Verfügung gestellt werden, um die Versorgung des Patienten von der Erstversorgung über erweiterte Maßnahmen, technische Rettung bis hin zur notärztlichen Versorgung im RTW üben zu können. Was zu Beginn noch schwierig war,wurde schließlich mehr und mehr zur Routine, wovon sich auch Rettungsdienstleiter Thomas Behringer im Rahmen der Abschlussübung überzeugen konnte.

Unter der Übungsannahme, dass ein Patient auf einem Turm einen Schwächeanfall erlitten hat,ließ er sich von den Höhenrettern zur Einsatzstelle bringen und versorgte gemeinsam mit den Höhenrettern den erkranktenPatienten, der nach einer Rettung vom Turm durch Dr. Sabine Merz weiterversorgt wurde.Sowohl Thomas Behringer als auch Dr. Sabine Merz zeigten sich vom Leistungsniveau der Gruppe beeindruckt. Auch ein eigens angereister Höhenrettungsausbilder,der als Übungsbeobachter für die technische Seite zur Verfügung stand, war mit der Leistung der Gruppe um Martin Burwig sehr zufrieden.

Mit dieser Übung ging ein bisher einzigartiger Lehrgang zu Ende: Die Teilnehmer waren sich am Ende einig, viel Neues und vor allem für den Höhenrettungsalltag Nützliches gelernt zu haben. Auch alle beteiligten Referenten hat es viel Spaß gemacht, mal “über den Tellerrand” zu schauen - ein wichtiger Schritt in Richtung engerer Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und DRK.

Für die Zukunft sollen verstärkt gemeinsame Weiterbildungsangebote im “Schnittstellenbereich” Feuerwehr/DRK stattfinden. Wir freuen uns drauf! An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei all denen bedanken, die die Realisierung dieses Kurses ermöglicht haben.

An erster Stelle ist das Dr. Sabine Merz, ohne die der Kurs nicht zustande gekommen wäre. Sie war von Anfang an Ansprechpartnerin der Feuerwehr und an der Konzeption des Lehrganges maßgeblich beteiligt. Zusätzlich war sie auch als Referentin, Praxisanleiterin und Notärztin in diversen Fallbeispielen im Einsatz. Wir danken auch den Mimen, die dafür gesorgt haben, dass die Fallbeispiele realistisch waren und die Retter das ein oder andere Mal ganz schön ins Schwitzengekommen sind. Gotthilf Wolf und Thomas Behringer danken wir für die organisatorische Unterstützung und den Einsatz als Übungsteilnehmer, Peter Kienzier und Heiko Knickrehm für den Einsatz als Referenten und last but not least den Verantwortlichen des OV Schwenningen für die Überlassung der für die Ausbildung benötigten Ausrüstung.

Katharina Burger,Jens Schwarzwälder

Quelle :

ROTKREUZBERICHT                                                                                                                          Das Magazin der Kreisverbände Rottweil, Villingen-Schwenningen, Donaueschingen 2/2009.

Autor: martin
Datum: Montag, 25. Januar 2010 18:37
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